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Blumenwiesen Südtirol

Blumenwiesen sind artenreiche Wiesen mit vielen blühenden krautigen Pflanzen – umgangssprachlich Blumen genannt. Kein Lebensraum auf der Erde beherbergt derart viele Pflanzenarten auf engstem Raum. In Südtirol finden sich Wiesen mit durchschnittlich 56 Gefäßpflanzen auf 100 Quadratmetern, dazu im Schnitt 8 Heuschreckenarten, durchschnittlich 35 Wildbienenarten und bis zu 30 Tagfalterarten. Zum Vergleich: Auf einer intensiv genutzten Wiese finden wir durchschnittlich 30 Pflanzenarten, rund 10 Tagfalterarten und knapp 5 Heuschreckenarten.

Blumenwiesen sind über Jahrhunderte durch die früher übliche Bewirtschaftungsweise entstanden. Blumenwiesen sind durch das regelmäßige Mähen durch den Menschen entstanden – sie würden ohne Mahd also gar nicht existieren. Eine Wiese, die nicht mindestes einmal im Jahr gemäht wird, verbuscht und wird langfristig zu Wald.

Heute sind Blumenwiesen durch die intensive Grünlandwirtschaft, den Einsatz zu großer Mengen an Wirtschaftsdüngern und Gras-Nachsaaten sowie durch zu häufiges und zu frühes Mähen bedroht und müssen durch besondere Maßnahmen erhalten oder gar neu angelegt werden.

Was ist eine Blumenwiese?

Im alltäglichen Sprachgebrauch ist klar, was eine Blumenwiese ist.

 

In der Botanik hingegen ist der Begriff Blumenwiese nicht genau definiert. Jede höhere Pflanze bildet im Laufe ihres Lebens (oft unscheinbare) Blüten aus. Das, was in der botanischen Fachsprache „Blume“ heißt, ist der auffällige Schauapparat der Pflanze, der die Insekten anlockt.

Eine Wiese ist eine Grünlandfläche, die regelmäßig gemäht wird, um Heu zu produzieren. (Grasen Tiere die Pflanzen ab, spricht man von einer Weide.)

Die Blumenwiese ist also eine regelmäßig gemähte Grünlandfläche mit zahlreichen attraktiven Blüten.

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